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Kindergeld

Kindergeld

 

Das Kindergeld stellt eine staatliche finanzielle Unterstützung für Familien dar, die den Eltern gewährleistet wird. Der Anspruch auf Kindergeld liegt nur bei den Eltern. Kinder können den Anspruch ausschließlich dann geltend machen wenn die Eltern verstorben sind oder deren Aufenthaltsort nicht bekannt ist. Die Höhe der Förderung wird anhand der Anzahl der Kinder und deren Alter festgelegt. So erhalten die Eltern für die ersten drei Kinder jeweils 154 Euro und für jedes weitere 179 Euro pro Monat. Neben dem Elterngeld soll das Kindergeld zu einer Geburtensteigerung führen, da in Deutschland ein „Nachwuchsmangel“ vorherrscht. Das Kindergeld wird grundsätzlich allen Eltern die in Deutschland einkommenspflichtig sind gewährt, auch wenn diese im Ausland wohnen.

Das Kindergeld wird bei den zuständigen Familienkassen schriftlich beantragt. Dazu benötigen die Antragsteller (Eltern) den Nachweis das, dass Kind bei Ihnen lebt; zum Beispiel in Form einer so genannten Haushaltsbescheinigung. Wohnt das Kind nicht bei seinen Eltern muss bei der Familienkasse eine Lebensbescheinigung eingereicht werden. Auch eine Geburtsurkunde reicht zur Gewährung des Kindergeldes, jedoch nur wenn die Adresse der Eltern in dieser vermerkt ist und innerhalb von sechs Monaten nach der Geburt eingereicht wird.

Eltern können alle Kinder angeben die im ersten Grad mit diese verwand sind. Das bedeutet der Antragsteller kann Kindergeld auch für nicht leibliche Kinder wie adoptierte Kinder, Pflegekinder, Stiefkinder oder sogar Enkelkinder die im Haushalt des Antragsstellers wohnen, bekommen.

 

Das Kindergeld wird grundsätzlich bis zur Vollendung der Erstausbildung an die Antragsteller gezahlt. So erhalten die Antragsteller das Kindergeld mindestens bis zum 18. Lebensjahr des Kindes und darüber hinaus bis maximal zum 25. Lebensjahr. Das höhere Alter (25 Jahre) ist besonders für Antragsteller interessant deren Kinder ein Studium absolvieren. Die Antragsteller sollten hier aber beachten das, dass Kind ab seinem 18. Lebensjahr nicht mehr als 7680 Euro im Jahr verdienen darf, da sonst der Anspruch auf Kindergeld erlischt. Während der Zeit in der ein Kind den Zivil- oder Wehrdienst leistet, können die Erzieher kein Kindergeld beziehen. Dafür wird die Zeit im Anschluss angerechnet. Ein Beispiel:

 

Ein junger Mann erhält mit 19 Jahren sein Abitur. Im Anschluss leistet er seinen Wehrdienst von neun Monaten. Danach möchte er studieren. Da der junge Mann keine Abgeschlossene Berufsausbildung besitzt, erhalten die Eltern normalerweise bis zu seinem Ende des Studiums, aber nur maximal bis zu seinem 25. Lebensjahr, das Kindergeld. Da er aber seinen Wehrdienst geleistet hat, verschiebt sich die Leistungsdauer um weitere neun Monate.

 

Bezieht ein Kind eigene Einkünfte müssen diese angegeben werden und können unter Umständen den weiteren Bezug des Kindergeldes verhindern. Kinder dürfen bis zu dem jährlichen Freibetrag von 7.680 Euro (entspricht 640 Euro pro Monat) verdienen ohne das, dass Kindergeld gestrichen wird. Es können jedoch zu den monatlichen Einkünften Werbungskosten von pauschal 920 Euro pro Jahr gegen gerechnet werden.

 

Tipp: Für jeden Monat den die Eltern Kindergeld beziehen, erhalten Sie auch die Kinderprämie in der Riesterförderung. Entfällt das Kindergeld, wird auch keine Leistungen mehr in Riesterverträgen gezahlt.



 
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