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Was ist der Gruendungszuschuss

Was ist der Gründungszuschuss?

 

Der Gründungszuschuss ist eine Erneuerung des Hartz Reformpaketes und wurde zusammen mit den Hartz IV Gesetzen, durch die Politik beschlossen. Seine Gültigkeit setzte ab dem 1. August 2006 ein. Dieser sieht vor, dass ehemalige Überbrückungsgeld und den Existenzzuschuss zusammen zuführen und soll Bezieher des Arbeitslosengelds I finanziell bei einer Existenzgründung unterstützen. Die Förderung wird von der Bundesagentur für Arbeit (den Jobcentern) unter bestimmten Vorraussetzungen gewährleistet. Damit ein Arbeitsloser den Gründungszuschuss erhält müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

Den Zuschuss können nur Arbeitslose beantragen und nicht Arbeitnehmer die in eine Selbstständigkeit wechseln möchten. Diese werden nicht vom Staat gefördert. Bei eigener Kündigung kann ein Arbeitsloser nach drei Monaten Verzögerung die Förderung erhalten. Die drei Monate Stehzeit entsprechen der Sperrzeit bei Arbeitslosen die ihr Beschäftigungsverhältnis auflösen. Innerhalb dieser Zeitspanne wird kein Arbeitslosengeld geleistet.

Die Selbstständige Tätigkeit muss mindestens 15 Stunden pro Woche ausgeführt werden (entspricht 3 Stunden am Tag). Damit will die Politik verhindern das nebenberufliche Tätigkeiten gefördert werden. Das grundlegende Ziel des Gründungszuschusses ist, einen Arbeitslosen zu einer Arbeit zu führen die seinen Lebensunterhalt gewährleisten kann.

Um eine staatliche Unterstützung zu erhalten muss der Antragsteller einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I (Entgeltersatzleistungen) besitzen, welcher noch für mindestens 90 Tage geleistet wird. Möchte sich ein Arbeitloser Selbstständig machen, bezieht allerdings Arbeitslosengeld II so hat er die Möglichkeit eine Förderung in Form des Einstiegsgeldes zu bekommen. Dieses wird individuell von den JobCentern gewährleistet.

Gefördert werden nur Selbstständigkeiten die eine Aussicht auf Erfolg haben, da das Ziel ist dem Arbeitlosen mit der Selbstständigkeit eine langfristig sichere Erwerbsgrundlage zu bieten. Die Prüfung wird durch die JobCenter durchgeführt. Hier muss der Antragssteller seine Qualifikationen zeigen um den Nachweis für seine Eignung als Selbstständiger aufzuzeigen. Sollte der Fallmanager nicht der von der Qualifikation der antragsstellenden Person überzeugt sein, so kann er Maßnahmen verordnen die die erfolgreiche Existenzgründung unterstützen können. Diese können in Form von Existenzgründerkursen aussehen.

Hat die antragstellende Person, innerhalb der letzten 24  Monate einen Gründungzuschuss erhalten so besitzt diese keinen Anspruch auf erneute Unterstützung. Nach Ablauf der zwei Jahre kann eine neue Förderung beansprucht werden.

Die Höhe der Förderung untergliedert sich in zwei Teilzahlungen. Der erste Anteil entspricht dem derzeitigen Arbeitslosengeld I und soll den Lebensunterhalt (Wohnung, Nahrung) des Erwerblosen abdecken. Der zweite Anteil ist ein Pauschaler Betrag von 300 Euro pro Monat den der Selbstständige erhält. Dieser soll die Abgaben zur Sozialversicherungen bezahlen, da die neuen Selbstständigen sich freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern müssen bzw. eine Private Krankenversicherung abschließen. Der Gründungzuschuss kann für maximal neun Monate geleistet werden. Darüber hinaus gehende Leistungen werden nur dann gezahlt wenn der Selbstständige bei der Bundesagentur für Arbeit (JobCenter) nachweisen kann, dass eine intensive Geschäftstätigkeit vorliegt. Dann bekommt dieser für weitere sechs Monate den monatlichen Pauschalbetrag von 300 Euro.

Der Gründungszuschuss muss nicht versteuert werden.



 
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