Soziale Leistungen | Informationen zu Hartz IV 4, Arbeitslosengeld 2, Versicherungen und staatlichen Förderungen
Staatliche Förderungen > Grundsicherung  
 
Grundsicherung

Grundsicherung

 

Mit der Grundsicherung wird einem Bedürftigen eine finanzielle Unterstützung zur Verfügung gestellt, so dass dieser sein Leben menschenwürdig führen kann. Diese wird gewährleistet wenn eine Person auf Grund seines Alters und Arbeitsunfähigkeit, seinen Unterhalt nicht mehr selbst aufrechterhalten kann. Die Grundsicherung trat am 1 Januar 2003 in Kraft und wird bedarfsorientiert gezahlt. Das bedeutet, dass der Beitrag nur denen ausgezahlt wird die ihn wirklich benötigen. Die Höhe der Leistung entspricht dem soziokulturellen Existenzminimum.

Der Grund zur Einführung der Grundabsicherung ist, der versteckten Altersarmut entgegenzuwirken und den Menschen die dauerhaft erwerbsunfähig sind, eine eigene Leistung bereitzustellen welche ihre Grundbedürfnisse abdecken soll. (So brauchen Bezieher einer Erwerbsunfähigkeitsrente keine Sozialhilfe beantragen!) Außerdem werden die Verwandten oder Kinder der Rentner nicht zum Unterhalt verpflichtet wenn deren jährliches Einkommen die Grenze von 100.000 Euro nicht überschreitet.

Die Grundabsicherung kann bei allen Sozialämtern und Grundsicherungsämtern beantragt werden. Zudem besteht die Möglichkeit den Antrag bei den Beratungsstellen der gesetzlichen Rentenversicherung zu auszufüllen welche diesen anschließend an die entsprechenden Behörden weiterleiten.

Grundsätzlich kann jede Person die ihr 18. Lebensjahr erreicht oder das 65 Lebensjahr überschritten hat, einen Antrag auf Grundsicherung für Alter oder Erwerbsminderung stellen. Bei der Erwerbsunfähigkeit muss der Antragsteller nachweisen, dass er dauerhaft nicht im Stande ist mindestens 3 Stunden am Tag zu arbeiten. Kann eine Person drei Stunden am Tag arbeiten hat diese kein Recht auf Grundsicherung bei Erwerbsunfähigkeit sondern muss eine Grundabsicherung für Arbeitssuchende beantragen. Um den Nachweis zu vollbringen, dass eine dauerhafte Erwerbsunfähigkeit vorliegt müssen die Antragsteller ein Gutachten vorweisen, welches von den Trägern der gesetzlichen Rentenversicherung ausgestellt wird.

 

Wird die Grundsicherung im Alter oder Erwerbsunfähigkeit gewährleistet erhält der Bezieher, einen finanziellen Betrag der dem soziokulturellen Existenzminimum entspricht. Das bedeutet der Gesetzgeber stellt dem Bedürftigen ein mindest Maß an Mitteln zur Verfügung das er neben der Abdeckung seines Grundbedürfnisses auch noch an dem Leben in der Gesellschaft teilnehmen kann. Der Regelsatz liegt seit dem 1 Juli 2007 bei 347 Euro für Alleinstehende. Darüber hinaus kann der Antragsteller noch weitere Hilfen beziehen wie zum Beispiel wenn ein Mehrbedarf bei Gehbehinderung vorliegt. Auch die Beträge zur Pflege- und Krankenversicherung übernimmt der Staat.

 

Genauso wie bei dem Arbeitslosengeld II werden bei der Grundabsicherung privates Vermögen und alle sonstigen Einkünfte auf die Grundsicherung im Alter und Erwerbsunfähigkeit einberechnet. Die dafür geltenden Regelungen und Freibeträge sind mit denen des Arbeitslosengeldes II oder der Sozialhilfe gleich. Die Freibeträge und was alles als Einkommen zählt können Sie hier nachlesen. Auf die Grundabsicherung werden folgende Beträge nicht abgezogen:

  • Leistungen aus der Pflegeversicherung
  • Gesetzlich vorgeschriebene Leistungen wie zum Beispiel das Kindergeld
  • Schmerzensgeld
  • Grundrente nach Bundesversorgungsgesetz
  • Leistungen aus der Sozialhilfe
  • Leistungen von der freien Wohlfahrtspflege

Normalerweise können die Kinder der Eltern zum Unterhalt der Eltern herangezogen werden und leisten für diese. Da sich aber viele Menschen für ihre Armut schämen melden Sie sich nicht bei der zuständigen Behörde, auch um ihr Gesicht vor ihren Kindern zu verlieren. Um der versteckten Alterarmut entgegen zu treten setzte der Gesetzgeber die Unterhaltsansprüche gegenüber von den Eltern und Kindern auf 100.000 Euro. Verdienen die Kinder weniger im Jahr als 100.000 Euro Brutto so werden diese nicht zur Unterhaltszahlungen belangt.

 

Die Grundsicherung wird für 12 Monate gewährleistet. Danach muss diese neu beantragt werden.



 
Top! Top!