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Insolvenzgeld

Insolvenzgeld

 

Nach den Erhebungen der „Statistischen Ämter des Bundes und Länder“ meldeten im Jahr 2006 insgesamt über 154.400 Firmen ein Insolvenzverfahren in Deutschland an. Das sind statistisch gesehen 4,5% aller Firmen in Deutschland. Aus diesem Grund müssen viele tausende Arbeitnehmer um ihre Beschäftigung bangen, da in einem Insolvenzverfahren nicht gewährleistet ist ob die Firma überlebt und ihr Arbeitsplatz bestehen bleibt.

Bei einer Insolvenz meldet der Inhaber an, dass er Schulden bei seinen Gläubigern nicht mehr bezahlen kann. Aus der übrig gebliebenen Insolvenzmasse wird nun versucht das Unternehmen zu retten und die Schulden bei den Gläubigern zurückzuzahlen. Besitzt das Unternehmen nicht genug Insolvenzmasse um zum Beispiel die Kosten das Insolvenzverfahren zu bezahlen, wird das Ersuchen mangels Masse abgelehnt. Tritt dieser Fall ein können die Gläubiger ihr Geld nur noch über eine so genannte Einzelzwangsvollstreckung erhalten.

Wenn ein Unternehmen Insolvenz anmeldet und seine Arbeitnehmer nicht mehr auszahlen kann, erhalten diese ersatzweise ein Insolvenzgeld. Die Leistung zahlt die Bundesagentur für Arbeit. Das Insolvenzgeld muss bei der Agentur für Arbeit schriftlich beantragt werden. Den dafür notwendigen Antrag erhalten Sie bei der Bundesagentur für Arbeit oder können sich diesen per Post zuschicken lassen. Dieser Antrag muss innerhalb von zwei Monaten nach der Abweisung oder Eröffnung eines Insolvenzverfahrens angereicht werden, ansonsten verfällt der Anspruch. Es empfiehlt sich für Arbeitnehmer einen Antrag mit Datum und Unterschrift geben zulassen, da die Arbeitnehmer keine Einsicht auf eine mögliche Betriebseinstellung durch die Agentur für Arbeit haben. Denn sollte der Antrag ebenfalls zwei Monate nach Betriebseinstellung eintreffen verfällt der Anspruch, genauso wie bei der Abweisung und Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Das Insolvenzgeld wird rückwirkend gewährleistet aber nur maximal nur für drei Monate ausgezahlt.

 

 

 

Quelle: statistik-portal.de



 
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